Der Erfolg - Ein großer Tag für eine kleine Mauersegler-Kolonie


Bahnhof Kaltenkirchen - 23 neue Quartiere für Mauersegler

Die Montage

 

 

                                                                                                                                   Oktober 2015

Endlich geht es voran, 20 der neuen Nistkästen sind in das Wärmedämmverbundsystem integriert und in Zukunft, wenn das Gebäude neu verputzt und beklinkert wird, ist kaum etwas von den Nistkästen zu sehen. Ende April, Anfang Mai 2016 wird sich zeigen wie schnell die Segler ihre neuen komfortableren Niststätten an ihrer "alten Heimstätte" annehmen.

Sie sind sehr sensibel bzgl. Nistplatzveränderungen. Ich werde berichten.

Es wurden 19 Nistkästen der Firma Weinhardt Artenschutz mit Einflugöffnung von vorne für Wärmedämmverbundsysteme sowie 4 Nistkästen mit Einflugsöffnung von unten, der Firma Naturschutzbedarf-Strobel verbaut.



Seglerkolonie in Gefahr

Bahnhof Kaltenkirchen

August 2014

Über die "Neue Mitte" Kaltenkirchens (rund um den alten AKN Bahnhof) wurde schon viel diskutiert. Nachdem die Ferox Immobiliengruppe das städtische Grundstück erworben hat ging es mit der Bebauung voran. Der ca. 100 Jahre alte Bahnhof stand lange fast leer und soll nun saniert und um einen Anbau reicher gemacht werden. Was im aktuellen Bebaungsplan nicht bedacht wurde, dass sich unter dem Dach seit einigen Jahren Mauersegler eingenistet haben. Sie gehören zu den hochspezialisierten Kulturfolgern, die ausschließlich an Gebäuden brüten und somit Opfer der modernen Bauversiegelung werden. Dies wäre auch hier geschehen. Frau Dr. Danja Klüver vom NABU-Kisdorfer Wohld bat mich um Unterstützung mit meinem Fachwissen bei der Bauausschuss-Sitzung am 22.07. im Kaltenkirchener Rathaus.

Gemeinsam gelang es uns, mit Hilfe einiger Politiker, noch in der Sitzung eine Änderung des B-Planes herbeizuführen, damit der Investor  in ausreichendem Maße Ersatzquartiere für die Mauersegler bauen läßt.

Ein schöner Erfolg für den Naturschutz und natürlich für die Segler.

07.08.2014 siehe Zeitungsartikel oben rechts.

Die Bestandsaufnahme



Kindertagesstätte  Henstedt Ulzburg

Die Idee...!

... ein neues Quartier für Mauersegler

                                                                                                               Februar 2015

Dieses 113 Jahre alte Haus gehört der Gemeinde Henstedt Ulzburg und liegt im alten Ortskern am kleinen Wöddelteich.

In 100m Entfernung existiert eine kleine fragile Mauerseglerkolonie mit wenig Ausbreitungsmöglichkeiten. Daher war klar, dieses schöne Gebäude sollte künftig dem extrem Kulturfolger Mauersegler eine neue Heimstätte bieten. Erstmals unter der Ägide des NABU, dem ich seit Anfang des Jahres angehöre nahm ich Kontakt zur Gemeinde auf um meine Idee vorzustellen. Dies wurde positiv begrüßt und  wir einigten uns auf Menge und Lage der Nistgelegenheiten.



Die Umsetzung

Mauersegler sterben leise und unbemerkt.

                                                                                                            Mai 2015

Für den NABU Kisdorfer Wohld bin ich mit meiner Idee an die Gemeinde Henstedt-Ulzburg herangetreten und habe im Rathaus offene Ohren für ein Umweltprojekt gefunden. Die Kita am Wöddel wurde als ein künftiges Refugium für Mauersegler näher betrachtet. Das Gebäude – damals noch unter Reet –wurde seit 1843 bis 1975 als Schule, danach als Kita betrieben und schien in der Gemeinde als das am meisten geeignete Gebäude für dieses Projekt. Es ist hoch und klassisch gemauert, hat tiefe Dachüberstände und gute Anflugmöglichkeiten für die schnellen Mauersegler. Der nahegelegene Teich bietet den Seglern die notwendigen Insekten als Nahrung, die sie im Flug aufnehmen können.

Am 19.05.2015 bauten NABU-Mitglieder 12 Kästen mit insgesamt 28 Nistplätzen, die mit Hilfe eines Hubwagens unter den Dachüberstand der Kita montiert wurden.

Da Mauersegler „saubere Untermieter“ sind, konnten im Vorwege die Bedenken, dass das Gebäude durch Vogelkot verschmutzt würde, ausgeräumt werden.

Somit konnte dieses Projekt ohne großen finanziellen Aufwand realisiert werden.



Die Einweihung

 

 

                                                                                                                                           Juli 2015

Der Mauersegler gehört zu den Verlierern der Zukunft. Als "Extrem-Kulturfolger" ist er im hohen Maße an unsere Gebäude gebunden. Seit Beginn der Energie-Einsparverordnung 2007, in diesem Jahr wurde er vom NABU zum Vogel des Jahres benannt, renoviert und saniert Deutschland seine Gebäude und Dächer unter denen der Mauersegler einmal im Jahr seinen Nachwuchs großzieht.

Seit dieser Zeit reißt man dem Segler und seinen 1-3 Küken meist unbewusst das Dach über den Kopf weg.

 

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister Thomas Bauer, Gemeinde Henstedt Ulzburg und Helmut Joachim bei der Einweihung



22 neue Nistplätze an der Dorfstrasse

Fertigstellung

                                                                                                                              November 2013

22 neue Nistgelegenheiten, ca 350mm tief, 750mm breit,

auf der von den Seglern beliebten Ostseite des Hauses.

Jetzt warten wir gespannt auf die Ankunft der Segler April/Mai 2014, um zu sehen, ob und wie sie die Quartiere annehmen.



Abbruch

 

 

                                                                                                                            September 2013

 

Mithilfe des NABU- Kisdorfer Wohld, den ich um Unterstützung bat, konnte der Eigentümer entsprechend sensibilisiert und die Ersatzmaßnahmen in die Wege geleitet werden.
Es war ein ausgesprochen schlechtes und spätes Seglerjahr.

Dementsprechend die Sorge, ob noch Segler unterm Dach sind!

Transportkartons lagen bereit für diesen Fall.

Es zeigten sich jede Menge Opfer der vergangenen Jahre und viele Nester. Was an Nestern in der Zwischendecke war, ist leider nicht mehr festzustellen.



Seglerkolonie in Gefahr

Kisdorf-Dorfstrasse

Juli 2011

Anstehende Sanierung mit einziger zusammenhängender Mauersegler- Kolonie  im Dorf (Dachbodendämmung, neues Dach, Dachüberstände werden geschlossen), somit hätte man die gesamte Kolonie vernichtet.

Von den Seglern wußte keiner der Hausbewohner etwas.

Also,

        - Bestandsaufnahme mit Fotos

        - Eigentümer informiert und sensibilisiert

        - Mündliche Vereinbarungen getroffen

        - Ratschläge gegeben, Verfahrensweise erklärt

        - Terminus festgelegt