Schlimmer geht immer..., Jagd frei auf den Otter

10.12.2015

Was im Norden Deutschlands (Steinhuder Meer) untergründig zu spüren ist, haben die Österreicher zur offiziellen Politik erklärt.

In diesem Winter soll erstmals im Bundesland Kärnten die Jagd auf den Fischotter freigegeben werden.

Die Landesregierung sah sich, auf Druck der Angler und Teichwirte die eine Reduktion des Fischotterbestandes fordern, dazu veranlasst.

Im Görschitztal sollen die Otter sogar ganz entnommen werden um die Auswirkung der Otterentnahme in einem Forschungsprojekt auf den örtlichen Ur-Forellenbestand zu ermitteln. 

Anmerk.: "Ein Schelm, wer dabei böses vermutet".

Angeblich soll der Fischbestand dort um 80% gesunken sein.

Eher scheint durch  dieses Forschungsprojekt der Einstieg in die Otterjagd geebnet zu werden.

Anmerk.: Nichts auf der Welt geht einfacher als Forellenzucht - Fischotter sind kaum zu reproduzieren.

Die Bestandsdichte der Otter in Kärnten ist eher gering als hoch einzuschätzen, ausserdem sind diese Populationen wichtig für deren Entwicklung in den Nachbarländern.

Die Aktion Fischotterschutz hat entspechend interveniert und steht mit der EU in Brüssel in Kontakt.



Ein guter Tag für Fischotter am Steinhuder Meer

Aktion Fischotterschutz gewinnt Prozess um Reusenfischerei.

Das Verwaltungsgericht Hannover bestätigte beim  Prozess (31. Januar 2013) die Rechts­auf­fas­sung der Aktion Fischotterschutz e.V. in vollem Umfang: Bis zum Ab­schluss einer behördlichen Verträglichkeitsprüfung darf die Fischerei nur noch mit Reusen durchgeführt werden, die Vorrichtungen gegen das Er­trin­ken hoch­gra­dig gefährdeter Fischotter aufweisen. Vor dem Hintergrund der er­heb­lichen Gefahr, die von gestellten Fischreusen für den Fischotter ausgehen, ist das ein grosser Erfolg für den Schutz des Wassermarders.


Ein schwarzer Tag für den Fischotterschutz am Steinhuder Meer

Aktion Fischotterschutz kann sich im Berufungsprozess vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg nicht durchsetzen.

Am 3. März 2015 hob das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ein Urteil des Verwaltungsgerichtes in Hannover auf. Danach durfte die Fischerei bis zum Abschluss einer behördlichen Verträglichkeitsprüfung nur noch mit Reusen durchgeführt werden, die Vorrichtungen gegen das Ertrinken hochgradig gefährdeter Fischotter aufweisen. Das Oberverwaltungsgericht hatte formaljuristische Bedenken hinsichtlich des Mitwirkungsrechts der Aktion Fischotterschutz. In der Folge hätte das Urteil in erster Instanz nach Auffassung des OVG nicht in dieser Form ergehen dürfen.

Mehr unter dem Link: Aktion Fischotterschutz