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Mauersegler-Update und was ein TV Bericht für Auswirkungen hat...

Tja liebe Seglerfreunde,

mein Blog war eine Zeit an letzter Position und so komme ich erst heute dazu, mal ein update aus meiner Kolonie zu bringen. Vorweggenommen: es gibt bis jetzt keine Verluste, bei Donna ist der Kamerawinkel etwas ungünstig, so dass nie der gesamte Nestinhalt zu sehen ist, ich glaube, dass es drei Küken sind, Sicherheit kommt dann, wenn sie etwas größer sind und über den Nestrand herausragen. Das schwache Küken von Cleo ist in tierärztlicher Obhut, wird gepäppelt, hat die Geschwister gewichtsmäßig eingeholt, wird aber seinen Flug von dort aus starten. Mit ihr sind im Moment 13 Küken geschlüpft und erfreuen sich bester Gesundheit. Die Altsegler füttern kräftig, der Zyklus sieht mit ~40 min. zwischen 2 Fütterungen recht gut aus. Von meinen 7 Brutpaaren sitzen zwei noch auf je 2-er Gelegen. Dies werden meine Spätbrüter, die zusammen mit Fine im August abfliegen, die Jüngsten haben einen berechneten Abflug um den 20. August.

Sollte bei den Jünsten alles glattgehen, werden aus meiner Seglerkolonie 17 Jungsegler gen Afrika ziehen. Das wäre ein Schnitt von 2,43 Segler pro Brutpaar und bei 7 Paaren ein sehr gutes Ergebnis.

Thema Parasiten: Auch wenn sie zur Natur gehören, sauge ich nach der Brutsaison alle Nester aus, um die lästigen Lausfliegen, Zecken der Lüfte und Plagegeister der Mauersegler und Küken,  zu vernichten . Die Kunstnester kann man  wunderbar ausklopfen, das Nest als Lebenswerk bleibt bestehen und wird kurz in meiner alten Microwelle  unter Aufsicht desinfiziert. Außer ein paar Federlingen sind seit der Erstansiedlung 2013 keine Lausfliegen oder deren Eier in den Nestern. Ich werde die Zerstörungsmaschinerie der Planer, Sanierer mit meiner kleinen Kolonie nicht kompensieren aber es ist ein beruhigendes Gefühl wenn "meine Segler" es gut haben.

Tja, und dann war da noch der NDR Fernsehbericht über meine Arbeit und die Mauersegler am 14.6.2020 im Schleswig Holstein Magazin.

Das war ein spannendes Erlebnis, mit entsprechendem Lampenfieber;-) meinerseits. 3 1/2 Std. Drehzeit vorm, im, hinterm Haus sowie auf dem Dachboden und 1 1/2 Std. in Kisdorf und Henstedt Ulzburg.

Die Schnitttechnik macht es, ist ja auch logisch, dennoch hatte ich meinen Plan, Fakten, Daten was mir wichtig war. So hatte auch das NDR Team einen Plan, wenn da nicht meine Segler gewesen wären, die genau bei Ankunft des NDR auf der Strasse im schönsten Formationflug fast vollzählig im Tiefflug über unsere Köpfe jagten mit ihren markanten Begrüßungsrufen. Mit meiner schnellen Bemerkung an das Drehteam, da sind sie, meine Segler..., Wo...? Weg! Ich hatte echt Mitleid mit  Kameramann Gernot Jepsen, wie benannte doch Hermann Löns den Segler?... Wupp! Wupp ist er da, wupp ist er fort...! Von da an bestimmten die Segler das Drehbuch und das taten sie in ihrer unnachahmlichen Weise so gut, das es ein Fittnesstag für  Gernot wurde und die Fragen für mich so durcheinandergeworfen wurden, dass ich längst den Faden verloren hatte und dachte, das wird nie was.

3:26 Min. sind daraus geworden und ein Hoch auf die Schnitttechnik und ein Danke an das gesamte NDR-Team und vor allem ein Erfolg für die Segler.

Nur 2 Stunden nach Ausstrahlung wurde der Beitrag auf der NDR Facebookseite bereits über 5000 mal abgerufen. Anfragen, Hinweise & Fragen, verteilt über die Bundesrepublik aber mit Schwerpunkt Schleswig Holstein kamen und kommen immer noch per Telefon und E-Mail. Dabei so wertvolle, wie die anstehende Vernichtung einer Kolonie durch Sanierungmaßnahmen. Die Maßnahmen dazu sind bereits auf den Weg gebracht. Das ist es was glücklich macht.


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